Wie viele Nationalparks gibt es auf den Kanarischen Inseln?

Die Kanarischen Inseln sind ein Archipel am Atlantik. Es ist eine autonome Gemeinschaft Spaniens und hat sieben größere und mehrere kleinere Inseln. Die Inseln der Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs und weisen einzigartige Landformen, Flora und Fauna auf. Auf diesen Inseln leben mehrere endemische Arten. Die Nationalparks der Kanarischen Inseln dienen somit dem Schutz der einzigartigen Landschaften und Wildtiere des Archipels und ziehen auch Touristen in großer Zahl an. Hier ist eine Liste der vier Nationalparks der Kanarischen Inseln:

4. Nationalpark Caldera de Taburiente

Dieser Nationalpark befindet sich auf der Insel La Palma des Archipels. Die 2 Millionen Jahre alte Caldera de Taburiente ist das dominierende geografische Merkmal der Insel und wurde 1954 zum Nationalpark erklärt. Die vulkanische Caldera hat einen Durchmesser von etwa 10 km und ist an einigen Stellen bis zu 2000 m hoch. Der Roque de los Muchachos ist mit 2426 m der höchste Punkt der Caldera. Die Öffnung des südöstlichen Teils der Caldera ins Meer verleiht der Landschaft Schönheit. Ein Wald aus Kanarischen Kiefern dominiert die Vegetation des Nationalparks. Eine weitere wichtige Pflanzenart ist der Kanarische Wacholder, der vom Aussterben bedroht ist.

3. Garajonay-Nationalpark

Auf der Insel La Gomera befindet sich im zentralen und nördlichen Teil der Garajonay-Nationalpark. Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 40 Quadratkilometern und umfasst Teile von sechs Gemeinden der Insel. Der Garajonay-Nationalpark wurde 1981 zum Nationalpark erklärt und fünf Jahre später zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der höchste Punkt des Parks ist der 4.869 Fuß hohe Berg Garajonay. Zum Nationalpark gehört auch ein kleines Plateau. Eine sehr interessante, aber tragische Liebesgeschichte ist das Geheimnis hinter dem Namen des Nationalparks und seiner Spitze. Der Garajonay-Nationalpark ist nach zwei Liebhabern benannt, Gara und Jonay, die gezwungen waren, ihr Leben zu beenden, da sie sich nicht vereinigen durften, da ihre Familien glaubten, ihre Ehe würde ein schlechtes Omen auf die Insel laden.

Die Landschaft des Garajonay-Nationalparks wird von kanarischen Laurisilva-Wäldern dominiert, wobei die Pflanzenarten, die die Laurisilva bilden, in verschiedenen Teilen des Parks variieren. Zum Beispiel bedeckt das Tal Laurisilva große Teile der nördlichen feuchten Täler des Parks, während das Hang Laurisilva, das eine weniger empfindliche Flora aufweist, in höheren Lagen des Nationalparks zu finden ist. Große Felsblöcke, verwitterte Überreste alter Vulkane, sind ebenfalls Hauptattraktionen des Parks. Trekking ist hier eine beliebte touristische Aktivität.

Der Garajonay-Nationalpark weist auch ein hohes Maß an Endemismus auf. Die Gomeranische Eidechse und der Gomeranische Skink sind endemische Reptilien, die im Park gefunden werden. Der streifenlose Laubfrosch ist eine seltene Amphibie, die hier gesichtet werden kann. Der Park ist auch der beste Ort im Archipel, um die Bolle-Taube und die Lorbeertaube zu beobachten, die beide endemische Arten sind.

2. Timanfaya-Nationalpark

Der Nationalpark liegt im Südwesten der Insel Lanzarote und ist Teil der Gemeinden Yaiza und Tinajo. Der Park nimmt eine Fläche von 51, 07 km² ein. Der Park beherbergt den aktiven Vulkan Timanfaya, nach dem er benannt ist. Das Land hier besteht ausschließlich aus vulkanischem Boden und die vulkanische Aktivität hält an. Eine der besonderen Attraktionen für Touristen, die den Park besuchen, ist das „Geysir-Phänomen“, bei dem auf den Boden gegossenes Wasser einen Dampf-Geysir entstehen lässt. Der Timanfaya-Nationalpark ist Teil eines UNESCO-Biosphärenreservats, das die gesamte Insel Lanzarote abdeckt. Große Teile des Parks sind vor dem Eindringen von Menschen geschützt, um die hier lebende empfindliche Flora und Fauna zu schützen. Touristen dürfen den Park nur auf streng ausgewiesenen Wegen erkunden. Busse bringen Sie von einem öffentlichen Parkplatz zu den Vulkanen, um die Vulkane zu besichtigen.

1. Teide-Nationalpark

Der Nationalpark befindet sich auf Teneriffa, der bevölkerungs- und flächenmäßig größten Insel des Kanarischen Archipels. Der 3.718 m hohe Teide, ein Vulkan, ist das zentrale Merkmal des Teide-Nationalparks. Der Berg ist der höchste Punkt in Spanien. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von 18.990 Hektar und ist Teil der Gemeinde La Orotava auf Teneriffa. Die UNESCO hat es am 28. Juni 2007 zum Weltkulturerbe erklärt. Der Teide-Nationalpark ist der achte meistbesuchte Nationalpark der Welt und der meistbesuchte auf dem gesamten europäischen Kontinent. Im Jahr 2016 verzeichnete der Park 4.079.823 Besucher und brach damit alle bisherigen Rekorde.

Der Teide-Nationalpark erhielt 1954 den Status eines Nationalparks. Er ist mit einem hohen spirituellen und historischen Wert verbunden. Die indigenen Guanchen halten den Park für besonders heilig. Die Flora des Parks ist einzigartig, wobei der weiße Teide-Ginster, der kanarische Mauerblümchen und der Teide-Bugloss die dominierenden Pflanzen sind. Die bunten Blumen dieser Pflanzen verleihen der Landschaft von Teide eine große Schönheit. Das Teide-Veilchen ist die höchste blühende Pflanze in Spanien und wird bis zu den Spitzen des Vulkans gefunden. Die Fauna der Wirbellosen im Teide-Nationalpark ist sehr vielfältig und besteht zu 40% aus endemischen Arten. Davon kommen 70 Arten ausschließlich im Nationalpark vor. Die Vielfalt der im Teide-Nationalpark lebenden Wirbeltierfauna ist jedoch gering. Im Nationalpark gibt es zehn Vogelarten, darunter mehrere Endemiten, drei endemische Reptilien und Fledermäuse.

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