Wann ist Holocaust-Gedenktag?

Jedes Jahr am 27. Januar erinnert die Welt an die Tragödie, die sich während des Zweiten Weltkriegs infolge des Holocaust ereignete. Der Gedenktag ist als Internationaler Holocaust-Gedenktag bekannt. An diesem Tag erinnern sich viele Menschen auf der ganzen Welt an den Völkermord, den das NS-Regime zusammen mit seinen Kollaborateuren verübte. Dabei starben etwa 6 Millionen Juden, 9.000 Schwule, 200.000 Roma und 250.000 Menschen, die physisch lebten und geistig behindert. Der Internationale Holocaust-Gedenktag wurde am 1. November 2005 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen festgelegt. Die Resolution folgte jedoch einer Sondersitzung am 24. Januar 2005, als die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 60. Jahrestag des Endes des Holocaust und der Abschaffung der nationalsozialistischen Konzentrationslager feierte.

Überblick über den Holocaust

Das Massaker an Millionen von Menschen durch das NS-Regime war eine Folge von Adolf Hitler, der es als "Endlösung" bezeichnete. Die an den Opfern verübten Gräueltaten waren so grausam, dass der Schrecken der Todesopfer mit der Zeit nicht nachlässt. Zwischen 1939 und 1945 wurden Millionen von Menschenleben gefordert und die meisten Opfer in Vernichtungslager wie Auschwitz-Birkenau gebracht, das sich im nationalsozialistischen besetzten Polen befand. Vor den Morden hatte Polen eine Bevölkerung von etwa 3.300.000 Juden, und es wird angenommen, dass etwa 90% von ihnen vom NS-Regime massakriert wurden. Der Internationale Holocaust-Gedenktag 2017 markiert den 72. Jahrestag der Befreiung von rund 7.000 Häftlingen aus dem KZ Auschwitz. Die Opfer wurden in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert, von Vernichtungslagern, in denen täglich etwa 6.000 Juden vergast wurden, bis hin zu Arbeitslagern, in denen Gefangene zu Zwangsarbeit gezwungen wurden. Das 1942 gegründete Auschwitz-Birkenau war das größte Vernichtungslager. Weitere Vernichtungslager waren Chelmno Treblinka, Majdanek, Sobibor und Belzec. Opfer starben auch in Arbeitslagern wie Buchenwald, dem größten Konzentrationslager Deutschlands.

Gedenken außerhalb der Vereinten Nationen

Außerhalb der Vereinten Nationen finden in Jerusalem, Israel, in Yad Vashem und in Washington, DC, im Holocaust Memorial Museum (USHMM) Gedenkfeiern zum Holocaust-Gedenktag statt. Seit 2012 finden die Gedenkfeiern zum Gedenktag in Österreich in Wien am Heldenpatz statt. Das Jetzt Zeichen setzen ist eine breite Plattform, auf der die Beteiligung der Zivilgesellschaft angesprochen wird. Zu den Rednern zählen Politiker verschiedener politischer Parteien, Holocaust-Überlebende und antifaschistische Aktivisten.

Gedenken an die Nation Israel

In Erinnerung an den Holocaust findet am 27. Tag von Nisan der nationale Gedenktag Israels statt, der auch als Yom HaShoah bekannt ist. Der internationale Holocaust-Gedenktag wird auch im Land begangen. An diesem Tag finden in ganz Israel Zeremonien statt und Diplomaten, Botschafter und Regierungsbeamte besuchen Yad Vashem. Im Rahmen des Holocaust-Gedenkens legt das Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten der israelischen Regierung jedes Jahr den Jahresbericht über Antisemitismus vor. Der Bericht enthält eine Übersicht über Vorfälle und die wichtigsten Trends im Zusammenhang mit Antisemitismus und der Bekämpfung des Antisemitismus.

Gedenken in anderen Regionen

Vor der Resolution 60/7 der Generalversammlung der Vereinten Nationen hielten Länder wie Deutschland nationale Tage zum Gedenken an den Holocaust ab. So hat das Land den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus abgehalten, der am 3. Januar 1996 nach einer Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog ins Leben gerufen wurde. Der Holocaust-Gedenktag wird seit dem Jahr 2001 in Großbritannien begangen und ist sowohl in Italien als auch in Großbritannien eine nationale Veranstaltung.

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